Ronny
Schmidt
Buchcover: 101 Arten in der Wildnis zu sterben von Ronny Schmidt
Survival & Fehlentscheidungen

101 Arten in der Wildnis zu sterben

Der Survival-Guide gegen tödliche Fehler

Wie geraten Menschen in Lebensgefahr – und an welcher Stelle hätte eine andere Entscheidung die Fehlerkette unterbrechen können?

Von Ronny SchmidtDeutschsprachige Ausgabe

Vom schlechten Ende lässt sich etwas lernen.

Viele Survivalbücher beginnen mit der richtigen Technik. Dieses beginnt mit dem, was schiefgeht. „101 Arten in der Wildnis zu sterben“ untersucht tödliche Fehlentscheidungen und die Ketten, die aus einem einzelnen Problem eine Katastrophe machen können. Der Titel ist drastisch. Der Nutzen liegt darin, rechtzeitig zu erkennen, wie man dort gar nicht erst ankommt.

Ronny Schmidt ordnet die Gefahren in zehn Todeszonen. Die Betrachtung reicht von psychologischen Fallen und Panik bis zu lebensbedrohlichen Belastungen des Körpers durch Temperatur. Im Mittelpunkt stehen 101 Szenarien und die Frage, weshalb Menschen scheitern. Dabei kann eine vermeintlich nebensächliche Entscheidung zum Ausgangspunkt der nächsten werden.

Der Survival-Guide bleibt nicht bei der Beschreibung eines schlechten Ausgangs stehen. Er arbeitet mit Handlungsanweisungen und Wenn-Dann-Protokollen, die Orientierung für Entscheidungen geben sollen. Leser betrachten ein Problem, seine Folgen und mögliche Reaktionen zusammen. Die entscheidende Frage lautet damit nicht nur: Was hätte ich mitnehmen sollen? Sondern auch: Was hätte ich bemerken müssen?

Dieser Blick richtet sich gegen gefährliches Halbwissen und falsche Sicherheit. Wer eine Ausrüstung besitzt, hat zunächst einmal eine Ausrüstung. Dass die Jacke wasserdicht ist, sagt noch wenig darüber aus, ob die eigene Lageeinschätzung ebenfalls etwas aushält. Der Zusammenhang zwischen Wissen und Verhalten ist deshalb wichtiger als die Einkaufsliste.

Das Buch eignet sich für Menschen, die wandern, campen oder sich mit Bushcraft und Survival beschäftigen. Gerade erste Erfahrungen können zum gründlicheren Nachdenken einladen: Was ist tatsächlich verstanden? Was ist bislang lediglich gut gegangen? Eine überstandene Tour beantwortet diese Fragen nicht automatisch. Gelegentlich war das Wetter einfach höflich.

Der ungewöhnliche Aufbau ermöglicht es, Überlebenswissen von den Folgen her zu betrachten. Wer eine Fehlerkette nachvollzieht, erkennt eher, an welcher Stelle noch eine Korrektur möglich wäre. Genau darum geht es: Gefahren verstehen und brauchbare Konsequenzen daraus ziehen, solange die Situation noch beeinflusst werden kann.

Wo beginnt die Fehlerkette?

  • Wie kann Panik eine schwierige Lage weiter verschärfen?
  • Welche Gefahren fasst das Buch in seinen zehn Todeszonen zusammen?
  • Wie helfen Wenn-Dann-Protokolle dabei, vom Erkennen zum Handeln zu kommen?

Für wen dieses Buch gedacht ist.

Für Menschen, die wandern, campen, Bushcraft betreiben oder sich mit Survival beschäftigen – und lieber aus beschriebenen Fehlern lernen als aus den eigenen Folgen.

Das Buch verbindet die Analyse von Fehlerszenarien mit konkreten Handlungsregeln. Es ist als Survival-Guide angelegt; die Fehleranalyse ist der Zugang zum praktischen Wissen.

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